​Achtsamkeitsübungen

​7 wirkungsvolle Methoden
für einen entspannten Alltag


Frau meditiert und übt sich in Achtsamkeit auf dem dem Ufersteg eines Flusses.

"Schildkröten können dir mehr über den Weg
erzählen als Hasen."
(Chinesisches Sprichwort)

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen."
(Chinesisches Sprichwort)

​Wenn Du gestresst bist, innere Unruhe verspürst, oder einfach bewusster und glücklicher leben willst, dann ​sind diese Achtsamkeitsübungen genau das Richtige für dich. ​

Das Problem ist, die meisten Menschen laufen den Großteil des Tages im Autopilot. Vor allem bei Routinetätigkeiten, ​sind wir mit dem Kopf oft ​woanders und grübeln über Vergangenes oder sorgen uns um die Zukunft. Dies kann sehr schnell zu Stress und Unzufriedenheit führen.

​Diese 7 kraftvollen und ​nützlichen Achtsamkeitsübungen helfen dir deine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu lenken, so ​wirst Du dich besser ​entspannen ​und den Augenblick ​genießen können. Eine achtsame Lebensweise wirkt sich auf ​viele Bereiche des Lebens, egal ob Beruf, Beziehungen oder Gesundheit aus. ​

​Die positiven Auswirkungen von Achtsamkeitsübungen auf Körper und Geist sind wissenschaftlich belegt.

Was ist Achtsamkeit?

Es ist die offene und aufmerksame Haltung gegenüber dem was man im Hier und Jetzt (Augenblick) wahrnimmt. Das soll nicht heißen, dass man sich in einer Tätigkeit verliert sondern man tut etwas Bestimmtes sehr bewusst. Damit meine ich deine inneren Gedanken und Gefühle sowie Reize, die Du um dich herum beobachten kannst. ​Durch eine achtsame Lebensweise erlangt man einen besonderen ​ Fokus der Aufmerksamkeit.

Meine Empfehlung:
Suche ​für dich die Tipps heraus, die dir persönlich am meisten zusagen und ​welche Du am besten in deinen Alltag integrieren kannst. Es ist wichtig aus den Achtsamkeitsübungen Gewohnheiten zu machen, um einen langfristigen Nutzen daraus zu ziehen. Führe die Übungen deshalb am besten täglich zu einer festen Zeit ​aus.


1. ​Elektrisierender ​Body-Scan


​Das Ziel dieser sehr ​energievollen Achtsamkeitsübung ​ist es, dass Du deinen Körper Schritt für Schritt in Gedanken erfühlst und dir dabei vorstellst wie ​Energie hindurchfließt.

Diese Meditationstechnik hilft sowohl Körper als auch Geist zu entspannen. ​​Somit ist es eine ​hervorragende Maßnahme, um Verspannungen vorzubeugen oder diese frühzeitig zu erkennen. ​Dies führt folglich zu einem achtsameren Umgang mit dem eigenen Körper. 

​Buch Empfehlung:

​​Das Buch Shaolin - Das Geheimnis innerer Stärke zeigt dir welche Energien und Kräfte wirklich in ​dir stecken - und wie ​du dir diese unerschöpfliche Ressource zu Nutze machen ​kannst. ​

Shaolin Meister Shi Yan Bao und Dr. Thomas Späth ​lüften ​die Geheimni​sse der Shaolin-Mönche​ und zeigen wie auch du dein mentales Potenzial​ entfalten kannst.

Wie ​geht man nun genau vor?
Nimm eine gerade Körperhaltung ein, egal ob Du sitzt oder stehst und schließe deine Augen.

​Wende deine Aufmerksamkeit nun ​deinen Füßen zu und versuch dich nur darauf zu konzentrieren wie sich diese anfühlen. Wende ihnen deine gesamte Aufmerksamkeit zu und lasse dich von nichts anderem ablenken. Versuche wirklich alle Empfindungen (Verspannungen, Unwohlsein, Kälte, Wärme, ​etc.) wahrzunehmen.

​Wenn ​dir dies schwerfällt, kannst Du anfangs den Druck deiner Fußsohlen auf den Boden leicht erhöhen. Auf diese Weise ist es ​einfacher sich nur auf diesen Körperabschnitt zu fokussieren.

​Weiterführend stellst Du dir ​vor, wie Energie in Form gleißenden Lichts ​deine Füße durchströmt. Nach einiger Zeit lässt Du die Energie, die Du in deinen Füßen angesammelt hast, in den nächsten Körperteil (Unterschenkel - Knie - Oberschenkel) fließen. Auch ​deine kanalisierte Wahrnehmung wandert mit der Energie nach oben.

Diesem Ablauf folgend, gehst Du nach und nach von den Füßen über die Beine in den Rumpf. Von da aus weiter Richtung Oberkörper, Arme, Hände und Kopf.

Silhouette einer Frau deren Körperteile von oben nach unten gescant werden, Metapher für die Achtsamkeitsübung den eigenen Körper achtsam mit den Gedanken zu erfassen.

Fortgeschrittene können bei dieser Achtsamkeitsübung die einzelnen Körperteile weiter untergliedern und so noch detailreicher erfassen. Zum Beispiel kannst Du den Kopf in Haare, Stirn, ​Augen, Nase, Wangen, Ohren, Mund und Kinn unterteilen.

​Als groben Richtwert wie lange Du dich auf ein Körperteil konzentrieren solltest, empfehle ich dir für den Anfang 20-30 Sekunden. Folglich kann dieser Zeitraum ​dabei natürlich beliebig verlängert werden. 


2. ​Achtsamkeit ​spielend
im Alltag praktizieren


Um Achtsamkeit nachhaltig, als festen Bestandteil, in das eigene Leben zu integrieren, ist es essentiell entsprechende Achtsamkeitsübungen regelmäßig auszuführen.

Dafür sind alltägliche Routine-Tätigkeiten ​bestens ​geeignet​, bei denen man sich im Normalfall nicht im Hier und Jetzt befindet. ​

​Diese ​Achtsamkeitsübung zielt darauf ab, eine Tätigkeit bewusst auszuführen und sich dabei auf jeden einzelnen Schritt zu konzentrieren. Wichtig: nichts nebenbei machen oder ablenken lassen.

Geeignet sind alle erdenklichen Verrichtungen, die täglich erledigt werden. Ein beliebtes Beispiel ist das Zähne putzen. Versuche ​über die volle Zeit, dich nur auf die Ausführung des Zähneputzens zu fokussieren.


"​Wenn unsere Achtsamkeit diejenigen einschließt, die wir lieben, blühen sie wie Blumen auf."
(​Thich Naht Hanh)


Erfasse den genauen Bewegungsablauf deiner Hand, wie viel Druck Du auf die Zahnbürste ausübst und wie immer mehr Schaum im Mund entsteht.

​Hier ist es besonders wichtig, dass Du deine Gedanken nicht abschweifen lässt. Denke nicht schon daran, was Du anziehen willst oder was Du heute noch erledigen musst. Schenke der Tätigkeit deine volle Aufmerksamkeit. Am besten tust Du so, als ob Du es zum ersten Mal machst.

Weitere geeignete Beispiele: Auto fahren, Duschen, aufs Klo gehen (Du siehst Achtsamkeitsübungen l​assen sich wirklich an jedem Ort ​ausführen ;-)

Eine Variation dieser ​Methode ist es, eine Tätigkeit bewusst anders zu machen. Dabei reicht schon eine kleine Veränderung. Beispielsweise die Zahnbürste in die andere Hand nehmen.

​Am Anfang ​werden deinen Gedanken noch öfters abschweifen, aber mit der Zeit bekommst Du ​mehr und mehr Übung und ​wirst dich ​stetig besser auf die Handlungsabläufe konzentrieren können.

​Eine achtsamere Lebensweise führt zu einer spürbaren Verbesserung deiner Lebensqualität und Du wirst wesentlich mehr Selbstvertrauen ausstrahlen. Hier habe ich 4 erstklassige Tipps wie Du dein Selbstbewusstsein stärken kannst.

Asiatische Weisheit

Vielleicht kennst Du die folgende Geschichte schon, doch ich finde sie bringt das Thema Achtsamkeit genau auf den Punkt.

​​Ein Zen-Meister wurde gefragt warum er so ​gelassen und glücklich ist. ​Seine Antwort lautete: “Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann  sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich …”

“Das tun wir auch, ​erwiderten ​die Leute, aber was machst Du ​genau?” fragten Sie erneut. Der Meister ​antwortete:
“Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich  gehe, dann gehe ich, wenn ich … ”

Wieder ​riefen ​die Leute: “Aber das tun wir doch auch Meister!”
Der Meister sagte darauf​: “Nein – wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.”​​​​


3. ​Die richtige Atmung: 
​Werde achtsam und ​entspannt


Wir, die in der modernen Welt täglich vom Anspruch nach Schnelligkeit und Leistung getrieben sind, haben in aller Regel nie gelernt, richtig zu atmen. Da die eigene Atmung jedoch die Grundlage des körperlichen Daseins stellt, dürfen wir ihr wesentlich mehr Beachtung schenken.

Dazu empfiehlt es sich, als Meditationsübung die eigene Atmung zu beobachten und zu forcieren, sie tief und entspannt werden zu lassen.

Frau sitzt bei einer Meditationsübung an grasbewachsenen Ufer, zum meditieren ist eine achtsame Atmung entscheidend

Möchtest Du dies üben, dann setze dich bequem hin und schließe deine Augen.

Atme ein und aus und beobachte, ob Du bis in den Bauch hinein atmest, oder ob dein Atem nur bis in die Brustregion hinein reicht. Die meisten Menschen atmen nur bis in die Brust, also eher flach und meist zu schnell. Ist dies auch bei dir der Fall, darfst Du lernen, dein Zwerchfell, das unterhalb der Lunge und oberhalb des Bauches sitzt, richtig zu nutzen.

Hilfestellung: Lege deine Hand auf den Bauch. Fühle wie er sich beim Einatmen stetig ausdehnt und beim Ausatmen anschließend wieder zusammenzieht.

Es ist ganz normal, ​dass sich ablenkende Gedanken einschleichen. Nichtsdestotrotz ist es unerlässlich diese nicht zu bewerten oder dagegen anzukämpfen.

Kostenlose Achtsamkeits-Übungen

Kostenlose
Achtsamkeits-Übungen

​Endlich ohne Stress und Angstzustände leben. Lerne wie du innere Ruhe und Gelassenheit verspürst.

Stattdessen solltest Du das Vorhandensein der Gedanken akzeptieren und diese anschließend wieder ziehen lassen. Wende deine Aufmerksamkeit daraufhin wieder der Atmung zu.

Es geht darum, die Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden. Atmest Du korrekt aus, entspannt sich dein Zwerchfell und deine Bauchmuskeln arbeiten nicht. Atmest Du auf gesunde Weise ein, wölbt sich dein Bauch sichtbar. Ob Du über Nase oder Mund atmest, ist dabei unerheblich.

Diese Achtsamkeitsübung kannst Du jeden Tag für zwei bis fünf Minuten ausführen. Sei nicht irritiert, wenn sie dir zu Beginn schwerfällt, das ist völlig normal. Wir sind anders konditioniert.

Du wirst schon nach wenigen Übungseinheiten merken, wie sich währenddessen eine innere Ruhe ausbreitet.

Mit der richtigen Atmung hast Du bereits die wichtigste Fertigkeit zum Meditieren und ​für viele Achtsamkeitsübungen an die Hand bekommen.


​​4. Genießen statt Schlingen
​Achtsamkeit beim Essen 


Du fragst dich vielleicht warum ich beim vorherigen Kapitel das Essen nicht erwähnt habe? Meiner Meinung nach gebührt diesem Thema ein eigener Punkt.

Die Tatsache, dass wir über Essen in Hülle und Fülle ​verfügen ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Viele schenken diesem überlebenswichtigen Vorgang deswegen kaum Beachtung und schlingen ihr Essen achtlos herunter.

Da​ man einen Großteil seiner Zeit mit der Nahrungsaufnahme verbringt, bietet sich hier ​großes Potenzial seine Achtsamkeit zu trainieren.

Es ist nicht nur wichtig was man isst, sondern auch wie man isst. Es beginnt schon beim Aufladen des Essens auf die Gabel.

Achte darauf:

  • ​Was befindet sich auf der Gabel?
  • ​Welche Farbe hat es?
  • ​Welche Duftstoffe nimmst Du wahr?
  • ​Was schmeckst Du beim kauen?
  • Welche verschiedenen Nahrungsmittel erkennst Du?
  • Wie verändern sich Konsistenz und Geschmack beim Kauen?

​​Du siehst, dies ist ​eine ausgezeichnete ​Möglichkeit, dich darin zu üben im Hier und Jetzt zu leben. Dafür ist es unerlässlich Ablenkungen während dem Essen auszu​blenden.

Dazu gehören z,B. elektronische Geräte, Zeitung lesen oder Gespräche führen. Für den Anfang reicht es schon nur den ersten Bissen einer Mahlzeit achtsam zu sich zu nehmen, von da aus ​gilt es dann sich langsam zu steigern.

Dadurch wird nicht nur der Genuss erhöht, sondern wir besinnen uns auch wieder mehr darauf, das Essen wertzuschätzen und dankbar dafür zu sein.

​​Nippen statt kippen. Gleiches gilt auch für das Trinken. Egal ob es sich um ein Glas ​Wein oder nur einen Schluck Leitungswasser handelt. Versuche bewusst zu genießen.

Nimm bei dieser Achtsamkeitsübung die einzelnen Geschmacksnoten so genau wie möglich wahr und fühle wie ​die Flüssigkeit nach dem Schlucken von der Speiseröhre in den Magen rinnt.

​Bonus-Tipp:

Dieser simple Bonus-Tipp kann dir nochmal richtig weiterhelfen gelassener und achtsamer zu werden.

​In unserem Leben kommt es häufig genug vor, dass wir warten müssen. Was bringt es dir, wenn Du dich davon stressen oder ärgern lässt?
Du ahnst es schon. Gar nichts!

Wäre es nicht viel ​erstrebenswerter diese Zeit sinnvoll zu nutzen und​ dich in Achtsamkeit zu üben?

​Konkret heißt das: Akzeptiere die Situation wie sie ist und nimm keine Bewertung vor.

Was dir wirklich sehr helfen kann gelassener zu sein, ist, wenn Du bereits im Vorfeld Wartezeiten einplanst. Beispielsweise beim nächsten Arzttermin. Stell dich auf die Zeit ein und überlege dir bereits ein Konzept ​wie Du sie nutzen kannst. Was gibt es der Situation Positives abzugewinnen?

​Wenn du oft gestresst bist, schau dir mal meinen Artikel zu Stress abbauen an. Dort erfährst Du 5 effektive Tipps für einen stressfreien Alltag.


​5. Digitale Auszeiten fördern Achtsamkeit


Du willst achtsamer werden?

Gut. Aber rate mal, was der größte Störfaktor dabei ist. Genau das Smartphone und sämtliche andere digitale Geräte.
(TV, PC, Tablet, ...) 

Also sollten wir uns dringend Gedanken darüber machen, wie sehr wir durch soziale Netzwerke oder digitale Geräte abgelenkt werden.  Das kannst Du leicht herausfinden. Dafür habe ich einen kleinen Test entwickelt. Wirst Du bereits von digitalen Geräten kontrolliert?

Stell dir vor Du machst gerade die Atemübung und plötzlich macht es *bling*, *pling* oder *brrrrr*, weil Du eine neue Benachrichtigung auf deinem Smartphone erhältst. Die meisten Menschen ​müssen jetzt krampfhaft den Drang unterdrücken auf das Handy zu sehen. Und schwupps, ist die Konzentration dahin.

Um davon unbeeindruckt zu bleiben, müsstest Du schon ein jahrelang geübter Zen-Meister sein, der sich gedanklich vollkommen abschotten kann. Damit Du nicht extra eine Ausbildung zum Zen machen musst habe ich einen einfachen Tipp für dich ;-)

Schalte dein Smartphone aus (Flugmodus, lautlos), wenn Du Achtsamkeitsübungen praktizierst.

Und jetzt zum eigentlichen Tipp für einen achtsameren Alltag. Suche dir mindestens eine Stunde am Tag, in der Du dich von allen digitalen Geräten und Einflüssen befreist. Erfahrungsgemäß bieten sich hierfür die Morgen- oder Abendstunden an.

Handy wird symbolisch aus der Hand geworfen, Sinnbild für digitale Geräte ausschalten um Achtsamkeitsübungen praktizieren zu können

Vor allem die Stunde vor dem Bettgehen ermöglicht einen erholsamen Schlaf, wenn Du in dieser Zeit keinen digitalen Reizen ausgesetzt bist. Dein Kopf kann abschalten und wird frei von Belastungen.

Diese stressfreie Zeit ist prädestiniert, um sich gezielt mit sich selbst zu beschäftigen, was ebenfalls eine Achtsamkeitsübung darstellt. Höre in dein Inneres hinein. Welche Signale sendet dir dein Körper?


​​6. ​Achtsamkeitsübungen während dem Gehen


Das Gehen ist für uns spätestens seit dem Kleinkindalter ein automatisierter Ablauf. Und wie bei allen Routinetätigkeiten bedeutet dies ein Minimalmaß an Achtsamkeit.

​Dies ist eine ​​von vielen fantastischen Achtsamkeitsübungen für Anfänger. Man muss keine extra Zeit für das Achtsamkeitstraining einplanen, da man sowieso öfters am Tag mal mehr oder weniger lange Distanzen zu Fuß zurücklegt.

Bewegungsablauf der Schuhe die beim Gehen abrollen, gehen als Achtsamkeitsübung nutzen

Also was ist genau zu tun?
Konzentriere dich voll und ganz auf den Bewegungsablauf, spüre wie sich deine Fußsohlen bei jedem Schritt auf dem Boden abrollen. Zuerst die Ferse, anschließend über die Ballen bis hin zu den Zehen.

Kannst Du einen Unterschied zwischen den verschiedenen Untergründen erkennen? Ist der Boden eher federnd oder steif, eben oder holprig? Wie stark ist die Erschütterung, wenn dein Fuß auf den Boden trifft?

Weniger alltagstauglich, aber dafür umso effektiver ist ​die Gehmeditation. Hierbei liegt das Bestreben darin, sich so langsam wie möglich fortzubewegen, ohne dabei in Regungslosigkeit zu verharren.

Setze nach diesem Prinzip langsam einen Fuß vor den anderen. Da man sich nur in Zeitlupe fortbewegt ist ​für diese Achtsamkeitsübung auch nicht viel Platz nötig. Zusätzlich wird so auch noch dein Gleichgewichtssinn trainiert.

Nach einer ausgiebigen Gehmeditation (5-10 Minuten) ​wirst Du ​spüren, wie Du wesentlich gelassener und achtsamer bist. Danach kannst Du dich wieder voller Elan und entspannt deinen Aufgaben widmen.


7. ​​​Achtsamkeitsübung für das Gehör


Kannst Du dich daran erinnern wann Du das letzte Mal vollkommen Stille wahrgenommen hast?

Heutzutage gibt es kaum noch Momente, in denen man nicht irgendwelchen Geräuschen ausgesetzt ist. Vor allem in der Stadt ​sieht man sich einer ständigen Lärmkulisse gegenüber.

Auch bei der Aufnahme von Geräuschen sind die meisten Menschen sehr unachtsam. Sie nehmen die einzelnen Laute gar nicht mehr wahr, sondern einen Mix aus diesen. Dabei stehen die lauten Töne im Vordergrund der Aufmerksamkeit.

​Der Hörsinn bietet einen wunderbaren Anlass sich in Achtsamkeit zu üben. Nimm dir dafür einen ruhigen ​Moment und schließe die Augen. Was hörst Du? Wie viele Geräusche kannst Du wahrnehmen? Welche Eigenschaften kannst Du Ihnen zuordnen?

Mönch sitzt auf einem Fels mit Blick auf ein Kloster, vielleicht lauscht er gerade achtsam der Natur und beobachtet welche Geräusche er wahrnimmt.

Vordergründig ​wirst Du natürlich die lauten und präsenten Töne ​erkennen. Versuche ​dich speziell auch auf die leiseren und unscheinbareren Laute zu fokussieren, welche dir im Alltag gar nicht erst auffallen würden. Du wirst überrascht sein wie viele verschiedene Geräusche Du in kurzer Zeit hören wirst.

​Zusatz-Tipp:
Diese ​Achtsamkeitsübung ​lässt sich ​erstklassig ​vor dem ​Einschlafen ​als Abendritual einführen. Wenn allmählich Ruhe in deiner Umgebung eingekehrt ist und sich alles beruhigt hat gibt es immer noch eine Vielfalt an Geräuschen zu hören.

Durch den Fokus auf die Wahrnehmung (Hörsinn) können sich keine belastenden Gedanken einschleichen. So kommst Du wunderbar zur Ruhe und kannst neben dem Achtsamkeitstraining leichter Einschlafen.


8. ​Entdecke das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen


Du denkst dir gerade, "Moment mal, in der Überschrift ​war doch von 7 Achtsamkeitsübungen die Rede." ?

Glückwunsch, anscheinend befindet sich deine Achtsamkeit schon auf einem guten Level. Falls nicht, keine Sorge ​die hier vorgestellten Achtsamkeitübungen werden dir helfen​.

Wie Du vielleicht schon vermutet hast, kannst Du deine Achtsamkeit neben hören, riechen, schmecken ... auch mit dem Sehsinn verbessern.

​Hierfür eigenen sich besonders, auf den ersten Blick, unscheinbar wirkende Gegenstände. Nimm einfach den nächstbesten Gegenstand ​in die Hand (Nicht das Handy!). Wieder geht es darum möglichst viele Einzelheiten, diesmal mit den Augen, wahrzunehmen.

​Nimm dir zum Beispiel einen Kugelschreiber vor. Du denkst wahrscheinlich, was gibt es da groß zu entdecken. Versuche​ das Ungewöhnliche in gewöhnlichen Dingen zu finden. Entwickle ​eine Neugierde, wie sie ​Kindern innewohnt, wenn sie etwas zum ersten Mal sehen.

Kinder haben hier eine ganz andere Herangehensweise, da sie die Dinge erst durch ​genaues Ausprobieren und Betrachten einordnen können. 

Bei Kindern ist dafür ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Achtsamkeit erforderlich.

​Das Ziel bei dieser Art von Achtsamkeitsübungen ist es, genau diesen Zustand zu simulieren, indem wir eine ähnliche Neugierde für einzelne Objekte entwickeln.

Auf eine Tafel die Fragen was wie wer et cetera geschrieben, stell dir diese Fragen beim achtsamen und neugierigen betrachten eines Objektes

Versuche den Gegenstand so detailreich und genau wie möglich zu beschreiben. Welche Farben siehst Du? Welche Funktionen haben die einzelnen Komponenten? Gibt es weniger auffällige Merkmale? Wie sieht die Oberfläche aus? Welche Formen kannst Du erkennen?

​Nimmer dir ruhig jeden Tag mindestens einen Gegenstand vor. Du wirst schon sehr bald merken wie Du, durch eine gesteigerte Achtsamkeit, i​mmer mehr Details in deiner Umgebung wahrnehmen wirst.


​Fazit Achtsamkeitsübungen


​​Es ist von ​großer Bedeutung störende und destruktive Gedanken während der Achtsamkeitsübungen einfach zu akzeptieren. D​as bedeutet sie hinzunehmen, ohne sie zu bewerten und weitere Gedanken darauf zu verwenden. Lass sie einfach wieder ziehen, so wie sie auch gekommen sind.

Am besten fängst Du gleich nach dem Lesen mit den ersten ​dir vorgestellten ​Achtsamkeitstechniken aus meinem Artikel an. So kannst Du selbst nach einiger Zeit die Macht dieser einfachen ​Achtsamkeitsübungen erfahren.

​Versuche ab heute öfter deine volle Aufmerksamkeit auf nur eine Sache im Hier und Jetzt zu richten.  ​Du wirst zwangsweise wesentlich achtsamer durch dein Leben gehen und glücklicher sein.

​Mehr Tipps und Übungen speziell zum Thema "glücklich sein" ​stelle ich dir in ​einem weiteren Artikel vor.

1 Woche

Achtsamkeit

in 7 Tagen spürbar entspannter sein

Wie du mit wenigen
simplen Übungen negative Gedanken loswirst

Übernimm die Kontrolle über dein Leben, mit meinem Videokurs, dein Schlüssel zum Glück

Der Erfolgs-Ratgeber für ein glückliches Leben!

  • Zu innerer Ruhe finden
  • Grübeleien stoppen
  • Innere Blockaden auflösen
  • Lebenssinn finden und Lebensfreude gewinnen